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Shaolin Kempo ist eine der vielen Stilrichtungen des Wushu.

Der 1928 in der Mongolei geborene Niederländer Gerald Karel Meijers kreierte ein Kampfkunstsystem, das er später 'Shaolin Kempo' nannte. Seinen Angaben zufolge hatte die Berührung mit chinesischen als auch japanischen Kampfkünsten wesentlichen Einfluss auf sein System.

Der Kontakt zu den Künsten Chinas soll durch verschiedene Aufenthalte während der Kinder- und Jugendjahre in entsprechenden Klöstern zustande gekommen sein. Der japanische Einfluss entstand durch Begegnungen mit Kampfkunstexperten wie Yamaguchi Gogen (Gojo-ryu-Karate) sowie Doshin So (Shorinji-Kempo).

Die Bezeichnung 'Shaolin' soll einerseits in Anlehnung auf den gelernten nordchinesischen Kampfstil 'Chuan Su' gewählt worden sein, andererseits in bezug auf die in den dortigen Provinzen synonym gebräuchliche, buddhistische Bezeichnung für den sogenannten 'harten Stil'.

Die Bezeichnung 'Kempo' sollte den grossen Eindruck der philosophischen und meditativen Aspekte kontaktierter Karate-Systeme ausdrücken, insbesondere des japanischen Kempo.

Die genaue Übersetzung von Shaolin Kempo bedeutet: Shao - Jung, lin - Wald , Ken - Faust, po - Weg. 

Mitte 1962 eröffnete Meijers seine erste private Kampfschule.

In der Übungspraxis des Shaolin Kempo kommen Tritte, Schläge, Stöße sowie einfache Hebel- und Wurftechniken zum Einsatz. Diese werden in Form von Kata und Kumite geübt, zudem finden auch Formen des freien Übens statt. Ein weiterer wichtiger Trainingsinhalt des Shaolin Kempo ist die Selbstverteidigung. Während bei Anfängern auf eine sinnvolle, effektive und situationsentsprechende Auswahl von einfachen Selbstverteidigungstechniken Wert gelegt wird, ist eine Ausgewogenheit zwischen Hebel, Wurf-, Faust- und Fußtechniken von Fortgeschrittenen gefordert.

Ziel des Trainings ist das harmonische Wechselspiel von geistigen und körperlichen Aspekten. Zugleich erhalten die Übenden die Möglichkeit, einige ihrer eigenen Grenzen auszuloten.

Darüber hinaus soll Shaolin Kempo als Kampfkunst einen Beitrag zur geistigen Entwicklung des Menschen leisten. Das heißt, es sollen Fähigkeiten wie Verantwortung, eine positive Einstellung zum Leben und anderen Menschen gegenüber oder Offenheit und Ehrlichkeit gelernt werden.

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